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Die Wildbäche Schranne, Schrecksbach und Dürrebach bedrohten unser Dorf

Die nachstehenden Berichte sind alle zum Teil in Originaltext alten Aufzeichnungen entnommen und sollen dartun, wie die Bewohner früherer Zeiten in Schoppernau unter der ständigen Bedrohung und unter den Verwüstungen durch die Wildbäche zu leiden hatten. Die Aufräumungsarbeiten nahmen bisweilen die ganze Kraft der Leute in Anspruch, zumal nur menschliche Kraft und die Arbeitskraft der Tiere zu Verfügung standen. Man kann sich heute wohl kaum mehr vorstellen, was es bedeutete, wenn im "Heumonat" ein Großteil der Wiesen durch die Wildbäche verwüstet wurde. Die Folgen waren: harte Arbeit und Hunger. Es ist daher keine leere Phrase, wenn der Chronist schreibt: "... die mersten keller mit stein Let und Wasser angefült, ja daß es ein bedauern war an zur sechen. Daß got uns gnedig wolle seyn und solche strafen gnedlich von uns abwenden..."

Der gefährlichste aller Wildbäche auf dem Gebiet von Schoppernau ist die Schranne, die schon seit uralten Zeiten manche Verwüstungen angerichtet hat. In den noch vorhandenen Schriften des Pfarrers Thum von Schoppernau (1715 - 1760) findet sich von diesem Bache folgendes aufgezeichnet:

"Wegen der Wild- und Ungestümmigkeit dieses Wassers und immerwährenden großen Schaden seynd von Land-Ammann und Rath 8 Brief aufgerichtet worden, in welchen der ungestümer, großschädlicher Bach, ein Bach, vor welchem weder Haus noch Gut sicher ist, ein Bach, der immerdar großen Schaden thut, wenn man ihme nit immerdar wehret, und mit großen, starken Wuhren vorkommt usw. Ja, die jetzigen Einwohner bekennen selber, daß, wenn dieser Bach den groben Weg anlaufe alles wühren und wehren um sonst sey. Die Schranne ist ein solches Wasser und reißend Bach, daß unter ihm kein Haus noch Gut weder Tag noch Nacht, weder Sommer noch Winter, weder bei schönem noch rauhem Wetter von uralten Zeiten bishero sicher gewesen ist, also zwar, daß man in der Niederau, so auch unter diesem Bache lieget, und vor altem (Laut alten Briefen) ein ziemliches Dorf muß gewesen sein, anjetzo nit mehr als nur sechs Häuser findet; nur bei Mannsdenken seynd 5 Häuser hinweggekommen. Vor 112 Jahren (1609) hat die Schranne die damalige Kirchen bis an die Fenster eingemacht, und das Meßbuch bis wo der jetzige Pfarrhof stehet, herunter getragen (der damalige Pfarrhof stand im Unterdorf, der gegenwärtige wurde im Jahre 1806 neu gebaut); da hero hat man hernach anno 1610 die Kirchen an den Ort, wo sie jetz sicher steht, übersetzt.
Nur Innerhalb 100 Jahren hat die Schranne eine solche Höhe hergetragen, daß, wann ich jetzt nur zwei Büchenschuß weit von dem Pfarrhof stehe, ich denselbigen, obwohl er höher als alle andern Häuser ist, doch nit mehr sehen mag." So schrieb Pfarrer Thum anno 1722.

Anno 1708, den 17. Juli trat das Wasser der Schranne über die Ufer und verwandelte einen großen Teil der angrenzenden Wiesen in einen See, führte aber keine Stein mit sich. Im Jahre 1720, den 6. August, zerstörte sie durch ihren Ausbruch in der Niederau an 2 Häusern die Kellermauern und die Schupfen (Schöpfe, Schoppen), ebenso im Dorfe bei einem Hause einen gemauerten Keller und bei zwei Häusern die Schupfen, füllte mehrere Keller und Stuben mit Lehm an und das Wasser drang durch Türen und Fenster, und die Wiesen wurden in der Länge und Breite eine Viertelstunde mit Lehm, Gehölz und Steinen überzogen, sodaß der dadurch verursachte Schaden in der Niederau auf 438 fl. und in der ganzen Pfarre auf 17.694 fl. geschätzt wurde. (Ein anderer Chronist bestätigte dieses Elementarunglück, das von 4 - 6 Uhr abends durch einen Wolkenbruch veranlaß worden und großen Schaden getan an Häusern und Gütern; er gibt aber den Schaden für Schoppernau nur auf 17.208 fl. an, welche Angabe auch die richtige ist.

In der Chronik, die den Jos. Ant. Moosbrugger in Niederau zum Verfasser hat, wird ein Schrannenausbruch vom Jahre 1721 (umb sant Lorentzen Tag) beschrieben; es mag sich der Chronist in der Zeit getäuscht haben und dieses Elementarereignis mit dem anno 1720 identisch sein. Wir wollen hören, was dieser Chronist schreibt: "Deß Anno 1721 Jar im somer umb sant Lorentzen Tag da ist der Schrannenbach außgebrochn und hat überauß großen Schaden gethan. Ernstlich in der Niederauw ist Er außgebrochen und hat die (drei?) Häuser und Keller in der Niederauw all mit stein, Let und Waser angefült und ist auch bey disem nit geblieben, sondern Eß hat die schupfa und schöpf ja gar die Kermauern hinweckh tragen, ja daß das Waser unter den stueben und Häuser hindurchgegangen und auch in den stuben das Waser zu den Fenstern hineingeloffen, also daß Häuser und Leut im größter gefahr gewesen. Darnach ist aber das Waser gen schappernauw außgebrochen und daß Underdorff, denn damahlen daß gantze Underdorff biß auf die Awandt hinauß mit steinen überzogen gewesen und an etwelchen orthen biß 5 ja 6 ja gar 8 schuh hoch stein ligen lassen, dardurch etliche heüser großen Schaden geliten. Dann die speicher, schupfen und schöpf und scheiter sambt den Tächlein sein heinweggerisen und fort geflößt und die mersten (meisten) Ker (Keller) mit stein, Let und Waser angefült, ja daß es ain bedauern war an zur sechen. Daß got uns gnedig wolle seyn und solche straffen gnedlich von uns abwenden und uns durch seine Barmherzigkeit schonen wölle, daß helff uns got der Vatter und der Sohn und der hailige Gaist und die übergebeitiste Jungfrau und gotes geberin Maria wie auch der haillige schutz Engell und der heille Antony sonderbare Waserspatron zur schappernauw."

Der nämliche Chronist schreibt weiter:
"Daß anno 1724 den 14. Höwmonat da ist der Schrecksbach angeloffen und mit solchem Sturm und Gewalt, daß er das halbe Bauholz weiter gerissen und folgsam die neuwe Bünt biß an die Aach hinab mit Stain und Leten überzogen; hierauf haben die gemaindts Leüt zur Schappernauw angefangen zu würen und zu schantzen und hat der Wur angefangen unten an dem Egellin unter der Brunquellen halbrund (?) gegen dem Eünschellin und ist solcher Wur bey 500 schuch lang gewesen, auch 9 schuch hoch und 15 schuch breit, also daß man vermaint lebenslenglich sicher und befreit zue sein."

"In dem Jar, als man zelt 1728 ist der Schrecksbach wider angeloffen und den vorher woll gemachten Wur wider zerrissen und dem Berg nach hinunter in das Gschweindt mit allem Gewalt und große Stainhaufen die guöter (Güter) überzogen und verderbt wie auch alle Keller außgefüllt und auß den Heüser gar müßen ausziehen und fast ein unmöglich Sach gewesen, die Hofftett widerumb zu reinigen und zu ebnen, ja nit allein in dem Gschwendt, sondern auch das guot hinter dem Stein überzogen und der Lett biß an Joß Naters sel. Hofstath herunter kommen und auch schaden gethan, auch in dem Dorff vill Keller und Hofsteth mit Leth und Waser angefüllt. Über welliche vilfeltige straff Gottes auch großen Unkösten des Würens, denn auf ein Rindsrecht Waidt zu Schappernauw in dem Feld bis auf 50 Tagwerckh aufgegangen seind.
Und weilen vilgedachte Schappernauwer der maßen erschrockhen und ertateret gewesen, daß sy nit wußten, waß sy thuon sollten, indem daß Wasser dieses Mall gar zu einer Zeit kommen, da man sonst die meiste Arbait und dem größten Höwent gewesen, als den 30. Brachmonat, da er ausgerißen ist, es sind also die gemaidt Leüth zu Schappernauw gleichsam genötigt gewesen, die Gemaindts Leüth in der Auw umb ein nachpäuerliche Hilff anzuspechen, welche sy zu thuon nit abgeschlagen, sondern guotwillig willfolgen lassen, da haben sich die Gemaindts Leuth geresolviert (entschlossen) den erstgemelten Wur wider zu machen wie er zuvor gewesen und die Gemaindsleuth aus der Ow haben an solchem Werk großen Hilf gethan und geleistet, indem sie sich nachpäurlich und freundtlich, freigebig, guotwillig und willfährig da erzaigt und befunden haben.
"Es ist also über dise vilfeltige Wassernoth ein überausß großer Schaden geschen, also daß er von dem Herrn Johann Feurstein derzeit Landamann über 17 tausend 694 Gulden geschetzt worden, noch größer als der Schaden vor 11 (?) Jahren (im Jahre 1720 betrug der Schaden 17.208 fl., wie ihn Landamann Meusburger von Egg schätzte).

"Über solche villfeltige Wassergäuß und Wassernoth seind villerly Maynungen und Radtschläg ergangen und sit von Etlichen für das Beste gehalten worden, dem allmechtigen Got zu Fuessen fallen und ihn umb Hilf anzurufen, wellen es uns die Erfahrnus mitgebracht, daß über so villfeltiges Schantzen und Wühren schlechten Nuetzen erfolget und unmüglich ist, demselbigen vorzustehen, wan nit Got und die liebe Mouter gotes Maria und der hailige Antony solches von uns abwenden und uns gnediglich benüten wollen. Amen."

"Ano 1749 den 15. Höwmonath hat Got der allmechtige die Schappernauer starkh haimgesucht, denn die Schranne ist mit gantz Gewalt außgebrochen, also daß das Unterdorf und Feld schir föllig überloffen und auch vill mit Stain gantz überzogen, auch die selbig Nacht ist der Schreckbach auch ausbrochen und in dem Wur einen großen Schaden wie auch in dem Gschwend in Guot und Heusern gethan und auch selbig Tag den Schalsbacher Steg und den Landsteg wie auch den Weg durch die Luche (?) gar vill verrissen und verderbt und hat an dem Schallsbacher steg ein Rindtsrecht 2 1/2 Tagwerkh und ein Goß (?) 1 1/2 Tag müßen thuen. In dem Feldt hat es ain Rindtsrecht 16 Tagwerk kostet bis die Wür in der Schranne und in dem Schrecksbach gemacht seindt worden, habendt also, welcher nicht aigen Leuth hat gehabt, Leut um den Lohn auß anderen Dörfern müßen haben oder es hat sollen ainer für ain Tagwerk 15 kr. geben, doch hat man Leut gehabt und Tagwerkh kauft. Dato hat man auch müßen den Kelberboden ein Rindtsrecht Waidt sambt dem Holz müßen abkaufen zu dem Wur in der Schranne, sonst unmöglich gewesen, selbige zu machen, hat kostet 65 fl."

Im Jahre 1766 brach die Schranne bei heiterem Wetter aus und überschüttete die Felder 4 Schuh hoch mit Lehm und Steinen, ja ein Haus bis zu den Stubenfenstern.

Im Juni 1790 brach der Schrecksbach aus und drohte das Pfarrdorf Schoppernau zu verwüsten, indem er den ihm entgegen stehenden Wald niederriß und einige Häuser im Gschwend einmuhrte. Im August des Jahres 1851 brach der Dürrebach aus (gehört gegenwärtig ins Gemeindegebiet Au) gegen die Parzelle Gruben hin (Parzelle von Au); er ist aber gegen die andere (Gräsalper) Seite hin ebenso gefährlich, besonders da sei 1846 bis 1850 durch die Holztriftungen und sogenannten "Stuben" sein Bett gewiß um 6 Schuh durch Steingerölle erhöht wurde.

Am 7. August 8 1/4 Uhr abends entlud sich von der Künzel her ein schweres Schlagwetter mit einem teilweise Wolkenbruch. In Folge dessen löste sich in einem abgeholzten Teile des Breitenalper Berges (im Breitenalper Tobel) eine Mure los hinab in den Schrannenbach, welcher dadurch aufgestaut wurde, sich aber dann auf einmal wieder Bahn brach. Ein Teil der Mure stürzte mit Glitzes Schnell in gerader Richtung durch das Mittelholz und die Mühlebündt in das Unterdorf, eine Menge Steine, Stöcke und Baumstämme samt Wurzeln, wovon eingie erst beim Hause Nr. 14 liegen blieben, mit sich reißend. Es wurde dadurch ein bedeutender Schaden an Häusern und Gütern angerichtet, der auf ca. 3000 fl. geschätzt wurde. Mehrere Häuser waren in großer Gefahr, verwüstet oder fortgerissen zu werden, namentlich die Häuser Nr. 6, 8 und 11, das Schul- und Mesnerhaus, was auch ohne Zweifel geschehen wäre, wenn nicht der Bach in wenigen Minuten wieder in sein altes Rinnsal gegen die Niederau eingetreten und das Bett gegen das Unterdorf durch Anhäufung einer großen Steinmasse sogleich durch den Bach selbst wieder gesperrt worden wäre.

Auch trug meiner Ansicht nach, schreibt Pfarrer Stockmayr, der Wald und das Gesträuch des Mittelholzes, in welchem eine Menge Schutt aufgehalten wurde, sehr viel zum Schutze des Unterdorfes bei.

Unglück an Menschen geschah keines; denn wegen dem unaufhörlichen Rollen und Krachen des Donners und dem Rauschen der Regenströme wurde das Toben des Wildbaches bei der Dunkelheit nicht sogleich bemerkt, und als dies geschah und die Bewohner der Häuser, in welche das Wasser eingedrungen war, sich retten wollten, war die Hauptgefahr, die etwas 7 Minuten dauerte, bereits vorüber. Man mußte daher von Glück reden, indem ein noch weit größeres so nahe stehendes Unglück auf eine so glückliche Weise abgwendet wurde, und manche sagten: "Gott sei Dank, daß es so abgegangen ist, das war nur was Weihwasser geben von der Schranne."

Pfarrer Stockmayr bemerkt in der von ihm verfaßten Schoppernauer Pfarrchronik: "Nach alter Sage befand sich zwischen Niederau und dem Unterdorf ein ganz flache Ebene, so daß man beiderseitig die Häuser von Grund aus sehen konnte. Gegenwärtig (1858) aber ist zwischen beiden der Wiesengrund so erhöht, daß man von den Fenstern des Pfarrhofes aus nur mehr das Dach des Niederauer Wirtshauses sehen mag. Ohne Zweifel wurde diese Erhöhung der früheren Ebene durch die oftmalige Schrannen-Überschwemmungen verursacht. Nebst der angeführten Bemerkung des Pfarrers Thum scheint mir auch aus dem Stiftbriefe hervorzugehen, daß in älteren Zeiten Niederau ein Weiler mit bedeutender Häuserzahl gewesen sein mußte, denn in demselben wird neben Schoppernau und Gräsalp auch jedesmal Niederau als "communitas" genannt, was wohl schwerlich geschehen wäre, wenn in der Niederau damals nur drei Wohnungen gestanden wären, wie jetzt und die "Halde" damals so bevölkert gewesen wäre, wie heut. Vermutlich wurden mehrere von den Schrannen-Ausbrüchen verletzte Wohnungen auf die Halde übersetzt, und von der Niederau auf die Halde übersiedelt..., (Nach Hiller, Au i. Bregw.)

In den letzten Jahrzehnten dieses Jahrhunderts hat die Wildbach- und Lawinenverbauung in unserer Gemeinde immer wieder Wuhre und Dämme errichtet, um die Gefahr zu bannen, die unser Dorf durch Jahrhunderte bedroht und verwüstet hat. Man darf wohl annehmen, daß solche Katastrophe, wie sie die Chronisten berichten, dadurch für immer von uns ferngehalten werden. Der letzte große Ausbruch der Schranne und des Schrecksbaches war am 2. August 1926. Die beiden Wildbäche flossen damals bis in dei Dorfmitte und vereinigten sich beim Gasthof Krone. Der angerichtete Schaden war erheblich.


Die Wildbäche Schranne, Schrecks- und Dürrebach -

Ausbrüche in chronologischer Reinhenfolge

Schranne
1609 die Kapelle zerstört - bis Fensterhöhe eingemuhrt; Um 1640 in Niederau nur mehr 6 Häuser "Bei Mannsgedenken Seynd 5 Häuser hinweg gek."

1708 - 17. Juli: Nur Wasser ohne Geröll - alles 1 See;

1720 - 6. August: Mit Schutt, Lehm und Gehölz 2 - 8 Schuh hoch (1 Schuh = 30 cm) schwere Schäden in Niederau u. Unterdorf angerichtet; 17.208 Gulden (1 Kuh ca. 50 Gulden)

Schrecksbach
1724 - 14. Juli: "Das halbe Bannholz weitergerissen und die neue Bündt darfür"

1726 - September: Durch das Gschwend bis zum Reuthebach; "Ein Jammer und Schrecken war anzusehen, viel Leut in großer Armut kommen... Wiederum Wuhrbau von Egelein gegen Bauholz u. Eünschellin - größer und stärker"

1728 - 30. Juni: "Mit aller Gewalt den vorgemachten Wuhr wieder zerrissen durch das Gschwend bis zum größten Stein, die Güter mit großen Steinhaufen überzogen; für Wühren und Räumen auf den Rindsrechtsweiden (40 ar) im Feld 50 Tagwerk aufgegangen. Nachbarhilfe von Au nötig;

Schranne
1746 Juni: Nachts mit ganzer Gewalt ausgebrochen - viel Steine mitgebracht zum Unterdorf und Feld;

Schrecksbach
1748 Juni: Auch nachts ausgebrochen; großer Wuhrschaden (Unkosten 1 Rindsrecht 16 Tagwerk, 1 Tagwerk 15 Kr., 1 kg Butter (ca. 45 Kr.) - Leute von anderen Dörfern zur Hilfe nötig gewesen;

Schranne
1766: Bei heiterem Wetter, 4 Schuh hoch Lehm und Stein (120 cm)

Schrecksbach
1790 - Wald niedergerissen, Häuser im Gschwend eingemuhrt (Bp. 121, 120) bis an die Fenster; die Häuser wurden gehoben und neu untermauert.

Dürrebach
1851 - August: Ausbruch gegen Gruben in Au

Schranne
1851 - 7. August: 8 1/4 Uhr abends Wolkenbruch von der Künzel her; Muhre von Breitenalp in den Schrannenbach; Stauung und Durchbruch ins Unterdorf, große Steine und Holz bis HNr. 14; Dauer ca. 7 Minuten; dann wieder selbst in sein altes Bett zurück; große Schäden an Häusern und Gütern; 3000 Gulden.

Schrecksbach
1926 - 2. August: Wolkenbruch; Überschwemmung über das Gschwend und das Feld bis zum Gasthof Krone;

Schranne
1926 - 2. August: Ausbruch in das Unterdorf, bei der "Krone" mit Schrecksbach vereinigt;

Bregenzerache
1910 große Überschwemmung;

Dürrebach
1987 - 15. Juli: Großer Ausbruch nach einem heftigen Hagelwetter am Nachmittag. Große Schäden an Wiesen und Würen, in Gräsalp und Wieden bis zum Campingplatz;

Schrecksbach
1991 - 23. Dezember: ca. um 4 Uhr früh hat es die Schrecksbachbrücke weggerissen und ca. 500 Meter weiter unten in der Bregenzerache liegen gelassen. Durch aufgestautes Wasser von einer Lawine von der Nordseite der Üntsche und einem plötzlichen Ausbruch entstand großer Schaden an Wald und Fluren in der Nähe des Schrecksbaches und der Bregenzerache. Menschen kamen keine zu Schaden. Ohne die enormen Verbauungsarbeiten der Wildbach- und Lawinenverbauung wäre der Schrecksbach ins Gschwend durchgebrochen.

 

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